Donnerstag, 24. November 2016

Die Fettpolster beim Mann ab 40 ...


Heute blogge ich mal über ein Thema, das hier bisher gar nicht erwähnt wurde, mir aber trotzdem recht wichtig ist: Ernährung!

Mit 40 setzt wirklich jedes Stück Schokolade an. Und das, wo ich doch so gerne esse - und koche! Was ist also zu tun, wenn man nicht dick und dicker werden möchte?

Familienvater, Hundebesitzer, Pendler, berufstätig, im Haushalt aktiv, ehrenamtlich engagiert... Es gibt sehr viele Gründe für mich, nicht ausreichend Sport machen zu können - die Woche ist einfach voll. Wenn dann noch am Wochenende etwas anliegt, fällt der Sport ganz aus. Und abends mal noch ein paar Liegestütze oder Crunches - tja, das geht, aber auch hier braucht man schon eine Portion Disziplin.

In den letzten beiden Jahren habe ich es mit Low Carb probiert - weniger Kohlenhydrate, vor allem am Abend. Anleitungen, Forum und „Tagebuch“ habe ich beim Portal „schlankr.de“ gefunden. Am Anfang war ich davon richtig begeistert, aber die Low-Carb-Küche lässt sich bei uns daheim nicht wirklich durchsetzen. Frühstück ohne „richtige“ Brötchen oder Müsli? Abendessen ohne „richtiges“ Brot? Kuchen mit Erythrit statt Zucker? Also habe ich immer wieder Kompromisse gemacht, bin ja auch allzuoft der Restevernichter der Familie, und war damit nicht wirklich zufrieden. Und wenn man schon einmal einen Fernsehabend macht und man dann ohne Chips, Schokolade und Wein auszukommen soll, das ist nicht wirklich gemütlich. Besonders, wenn man solche Leckereien seiner Frau serviert und dabei selbst zu Mineralwasser nur Möhrenschnitze mit Quarkdip schnorpst.
Irgendwie also nicht sonderlich befriedigend. Durch einige Kollegen bin ich nun auf die 5-zu-2-Formel gestoßen. 5-zu-2? Was ist das? Bayern gegen Dortmund? Das Verhältnis Werktage zu Wochenende? Nein, es geht um das sogenannte Intervallfasten. 5 Tage normal essen (Jipiieee!!) und 2 Tage komplette Einschränkung (max. 600 Kcal). Geht das? Ist das gesund bzw. sinnvoll? Ich habe es jetzt 2 Wochen ausprobiert und muss sagen: Ja, es geht, ja man nimmt ab und ja, es ist sinnvoll. Falls Du, geneigter Leser mehr darüber wissen möchtest, zitiere ich im Folgenden eine ganz gute Erklärung.


Abnehmen mit der 5:2-Diät - So funktioniert's
Der Killer jeder Diät? Na klar, Heißhunger! Der lässt sich ganz leicht erklären: Bleibt der Teller halb leer, schlägt das Gehirn Alarm und fordert sein Recht auf Pommes oder Kekse ein. Der Diätfrust und die nächste Naschattacke sind programmiert. Spätestens nach zwei Wochen wirkt eine klassische Dauerdiät wie eine große Hungersnot auf unseren Körper. Deshalb setzt er unseren Stoffwechsel auf Sparprogramm. Der Kalorienverbrauch sinkt und macht das Abnehmen so mühsam. Diese Reaktionskette können wir mit der 5:2-Formel ausschalten. Denn durch Kurzzeitfasten, gemeint sind zwei Tage in jeder Woche, ist die Hungerphase nicht lang genug, um das Sparprogramm zu aktivieren. Das Spannende: Vor über 60 Jahren galt das intermittierende Fasten, wie es in der Fachsprache heißt, bereits als Geheimtipp unter den Wissenschaftlern. Heute wird wieder weltweit darüber geforscht. Die Ernährungswissenschaftlerin und bekannte Diätbuch-Autorin Elisabeth Lange (61) ist überzeugt, dass dieser Ansatz mit Genuss zum Wunschgewicht führt. FÜR SIE-Food-Chefin Brigitte Kesenheimer hat mit ihr gesprochen.

Kurzzeitfasten ist also nicht nur so ein vorübergehender Diät-Trend?
Sicher nicht! Schließlich geht es hier nicht um die Idee eines einzelnen Diät-Gurus. Die Methode stammt aus aktuellen wissenschaftlichen Studien in Deutschland, England, der Schweiz, Australien und den USA. Das 5:2-Konzept ist eigentlich auch gar keine Diät. Denn wir brauchen uns nur zweimal pro Woche einzuschränken – das heißt: mildes Fasten mit Gemüse und Eiweiß. Und der Gedanke „Morgen kann ich wieder essen, was ich will“ macht das Durchhalten leicht. Denn an den anderen Tagen essen wir ja wie gewohnt. Dass 5:2 tatsächlich funktioniert, zeigen die Durchhaltequoten in einer neuen Studie. 70 Prozent der Teilnehmer blieben dabei, während sonst mehr als jede zweite Diät scheitert.
An den Nicht-Fastentagen kann ich wirklich alles essen? Pizza, Kuchen …
Es ist einer der großen Vorzüge der Methode, dass man an fünf Tagen in der Woche essen kann, was man will. Auch Süßes. Bloß nicht zu streng werden! Denn wer sich über lange Zeit hart kontrolliert, verliert ein Stück Lebensfreude und versteht aber auch mit der Zeit die Signale des Körpers nicht mehr. Mit 5:2 lernen wir nach und nach wieder die natürlichen Zeichen für Hunger und Sättigung kennen. Und auch Heißhungeranfälle werden immer seltener.
An den „Genießertagen“ schlagen viele doch dann bestimmt richtig zu?
Englische und amerikanische Forscher kamen übereinstimmend zu einem erstaunlichen Ergebnis: Die Teilzeitfaster essen an den Genusstagen zwar mehr als sonst, im Durchschnitt sind das aber nur etwa zehn Prozent. Da man beim Fasten aber rund 75 Prozent der Kalorien einspart, steht unterm Strich trotzdem ein Kalorienminus.
Warum ist das Teilzeitfasten denn besser als eine „richtige“ Diät?
Forscher wissen schon lange, dass die Messfühler des Verdauungstrakts ermüden, wenn wir, wie heute oft üblich, ständig etwas in den Mund stecken. Durch das Dauerfuttern erleben wir kaum noch echten Hunger, und im Gehirn kommen immer weniger Sättigungssignale an. Die Folge: Der Körper verlangt für das Gefühl, satt zu werden, nach immer größeren Mengen. Fastenphasen stellen die natürliche Balance von Hunger und Sättigung wieder her. 5:2 stoppt also übermäßige Esslust von innen heraus. Wenn man mehr als zwei Wochen durchhält, steigt das Level einer Substanz im Gehirn, die im Jargon der Forscher „Brain-derived neurotrophic factor“, kurz BDNF, genannt wird. Sie hemmt den Hunger und steigert den Energieverbrauch. Man wird wieder besser satt! Außerdem gibt es noch weitere verblüffende Vorzüge: Esspausen schützen vor Diabetes, Krebs oder Herzerkrankungen. Studien zeigen, dass Kurzzeitfasten nicht nur beim zügigen Abnehmen hilft, sondern auch den Blutdruck reguliert und Erkrankungen wie etwa Asthma und Rheuma lindert. Altersforscher sehen darin die beste Chance, den Alterungsprozess des Körpers zu bremsen.
Was passiert dabei im Kopf: Warum halten wir besser durch?
Jemand, wer zwei Tage ganz stark war, will schließlich den Erfolg nicht gleich wieder aufs Spiel setzen, isst deshalb auch an den verbleibenden fünf Tagen etwas bewusster. Und jeder durchgehaltene Fastentag stärkt auch unser Selbstbewusstsein und die Zuversicht, weiterhin erfolgreich abzunehmen. Doch wichtiger als Psycho-Effekte ist die Veränderung des Stoffwechsels.
Klappt 5:2 bei jedem – Mann oder Frau, stark oder nur leicht übergewichtig?
Die meisten von uns verlieren damit ihre überschüssigen Pfunde sehr zügig. Kilozahlen kann man natürlich nicht nennen, weil Menschen so unterschiedlich sind. Aber: Beim Kurzzeitfasten verlieren sowohl Männer als auch Frauen doppelt so viel Fett wie bei einer Dauerdiät. Klinische Versuche zeigten bei großem Übergewicht sogar dann Erfolge, wenn vorher alle Diäten fehlgeschlagen waren. Auch weil 5:2 im Alltag so einfach umzusetzen ist, halten die meisten erheblich länger durch. Und es funktioniert, egal, ob ich zwei oder 20 Kilo abnehmen will.
Ich kann also morgen einfach loslegen?
Jeder Gesunde ja. Bevor es losgeht, sollten Sie den Kalender zücken und überlegen, an welchen Wochentagen es am besten in Ihren Alltag passt. Es ist vollkommen egal, ob es zwei Tage direkt hintereinander oder Montag und Freitag sind. Mein Tipp: Möglichst immer die gleichen Wochentage nehmen, so entwickelt sich eine Gewohnheit daraus. Kommt aber mal eine Feier oder ein tolles Essen dazwischen, können wir die Fastentage auch jederzeit verschieben.
Aber droht nicht auch der Jo-Jo-Effekt?
Die 5:2-Strategie stoppt den Wiederanstieg des Körpergewichts durch mehrere Effekte. Die gute Versorgung mit hochwertigem Eiweiß bremst den Verlust an Muskulatur, der Kalorienbedarf sinkt daher nicht so stark wie bei anderen Diäten. Außerdem regulieren die langen Esspausen den Zuckerstoffwechsel mit der Zeit so, dass Heißhungeranfälle seltener werden. Zu guter Letzt können sich auch die abgestumpften Belohnungssysteme im Gehirn erholen, man genießt sein Essen wieder mehr.
http://www.fuersie.de/gesundheit/abnehmen/artikel/die-52-diaet (18.11.2016)


Mein Fazit
Der Körper lernt also wieder, Esspausen hinzunehmen und dann auf die reichlich vorhandenen Fettreserven zuzugreifen - so wie früher, als wir Männer noch zur Jagd gingen und auch mal ohne Beute nach Hause kamen. Der Stoffwechsel wird auf natürliche Weise angeregt und nicht etwa durch überteuerte Produkte aus der Diät-Industrie wie „Fatburner-Pillen“ etc. Und für eine überschaubare Zeit Verzicht zu üben ist für mich keine Qual, sondern ich fühle mich dadurch wirklich besser. Ich bin dann so stolz auf mich wie nach einer harten Trainingseinheit im Studio. Und die Aussicht an Fastentagen, angesichts Schokolade, Berliner und Co.: „Morgen kann ich das wieder essen!“, hilft mir sehr beim Durchhalten. Nachahmung empfohlen!

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